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BdV hilft!

Kinder und Versicherungen

Kinder und Versicherungen

 01.06.2016  BdV hilft!  1 Kommentar  Timo Voß

Neues Leben ist gerade auf dem Weg zu uns! Im August erwarten meine Partnerin und ich einen Jungen, der, so die Berechnung, nach dem Gewinn der Fußballeuropameisterschaft das Licht der Welt erblicken wird. Wie auch schon bei meiner mittlerweile zwölf Jahre alten Tochter, laufen die Vorbereitungen und Planungen auf Hochtouren.

So ein Nachwuchs möchte und soll natürlich in das gemachte Nest springen. Alle Verwandten und Bekannten sind in heller Aufregung und möchten dem Nachwuchs etwas Gutes tun. Dieses „Gutes tun“ ist auch regelmäßig ein Thema in meiner Beratung. Denn werdende Eltern, werdende Omas und Opas und Verwandte fragen, ob und wenn ja, welche Versicherungen für den Nachwuchs richtig wären. Dieses nehme ich zum Anlass und möchte heute am internationalen Kindertag über Gutes und Schlechtes in der Welt der Kinderversicherung schreiben.

Das Wichtigste zuerst

Das Wichtigste zuerst: Eine gute Absicherung der Kinder beginnt grundsätzlich mit der ausreichenden Absicherung der Eltern! Das ist sehr wichtig. Denn was bringt die beste Absicherung des Kindes, wenn dem Hauptverdiener ohne Versicherungsschutz durch eine Berufsunfähigkeit das Einkommen wegbricht? Nicht viel! Also: Neben all den Vorbereitungen bitte nicht den Versicherungsordner vergessen, der unbedingt an die neue Lebenssituation angepasst werden muss. Welchen Bedarf Sie tatsächlich haben, können Sie unter dem folgenden Link ermitteln. https://www.bundderversicherten.de/BedarfsCheck

Nun zurück zu unserem Nachwuchs. Hier müssen wir zunächst das Sparen vom Risiko trennen. Beginnen wir mit Sparverträgen, die in Form von Ausbildungsversicherung, Termfix-Versicherungen und weiteren Bezeichnungen angeboten werden. Die Bezeichnungen sind recht spröde und hören sich nicht unbedingt verlockend an. Daher nutzen Versicherungsgesellschaften Prominente und deren Märchenfiguren, um die schlechten Produkte mit einem guten Namen doch noch attraktiv zu machen. Zu den prominentesten Namensgeber zählen meines Erachtens der kleine Drache Tabaluga von Peter Maffay und, wir kennen sie alle, die Biene Maja.

Biene Maja & Co.

Die Nürnberger Lebensversicherung bietet „Biene Maja“ Policen an. Den „Biene Maja Junior Schutz Brief (fondsgebunden)“ oder „Biene Maja Junior Schutz Brief als DAX(R)-Rente“. Das müssen irgendwelche Renten- oder Lebensversicherungen sein. Mehr kann ich darüber leider nicht sagen, da außer einer kurzen Erklärung auf der Internetseite der Nürnberger nichts zu finden ist. Keine Versicherungsbedingungen! Keine Tarifbestimmungen! Also alles das, was uns helfen würde, die Produkte und deren Funktionsweise zu verstehen.

Ähnlich bei der Universa Lebensversicherung. Dort heißt es dann „Tip-Top Tabaluga: Zukunftsvorsorge“ Dahinter stehen vermutlich ähnliche Renten- und Lebensversicherungen. Aber auch hier ist bis auf ein paar Informationen nichts zu finden, was das ganze etwas transparenter machen würde.

So etwas nenne ich „Intransparenzwunder“. Dieses untermauert eindrucksvoll unsere negative Haltung zum Sparen über Versicherungsverträge und mündet in der folgenden Empfehlung: Finger weg von solchen Verträgen!

Ich finde es schade, dass Prominente oder Lizenzinhaber von unserer Biene Maja ihre guten Namen dafür hergeben oder gar verkaufen, um nicht nachvollziehbare, intransparente und unrentable Produkte an die Kinder zu bringen.

Kommen wir abschließend zum Risikoschutz unserer Kleinen. Hier wäre der Abschluss einer privaten Unfallversicherung oder auch der Abschluss einer Kinderinvaliditätsversicherung möglich. Auch Krankenzusatzversicherungen können infrage kommen, soweit es dem Bedarf und natürlich auch dem Geldbeutel entspricht. Jedoch sollte vor Abschluss eine individuelle Beratung erfolgen, um die gewünschte Absicherung zu erhalten. Unseren Mitgliedern stehe ich dafür gern zur Verfügung.

Möchten Sie für die Kleinen etwas Geld zur Seite legen, wäre ein Termin bei einer Verbraucherzentrale empfehlenswert. Dort erhalten Sie eine ehrliche Beratung, die frei von Intransparenz und Provisionen ist.

 

 


Kommentare
Kommentar von Frank Dietrich  am  03.06.2016 08:54
Statt Produktwerbung - wohl noch haftungsfrei- zu betreiben, würde ich mal an Pflegezusatzversicherung der Eltern mit Kontrahierungszwang erinnern. DD wäre auch empfehlenswert, so wie bei den PKV Versicherten der Vertragsinhalt, denn wir wissen, dass nur ca. 10 % der Tarife das GKV Niveau erreichen. Die Verbraucherzentrale hat keine Sachkundeprüfung und meiner Erfahrung nach denselben Kenntnishorizont wie der Verbraucher - demnach sitzen sich zwei gegenüber, die Rat benötigen.
http://www.frank-dietrich-fachmakler.de/konzeptloesungen-2

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