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Kleinleins Klartext

Absurdes Theater - Reaktion der Aufsicht auf die Schieflage der Lebensversicherungsbranche wegen der Zinszusatzreserve

Absurdes Theater - Reaktion der Aufsicht auf die Schieflage der Lebensversicherungsbranche wegen der Zinszusatzreserve

 10.05.2017  Kleinleins Klartext  0 Kommentare  Axel Kleinlein

Absurdes Theater.

Die Protagonisten:

Dr. F. G. und Dr. F. H.

Beide sitzen auf einer Bank in einer Fußgängerzone einer kleinen rheinischen Universitätsstadt in der Nähe von Köln und reden über die deutschen Lebensversicherer.

G.: Es ist ernst. Es steht schlecht um unsere Versicherer.

H.: Das ist nicht neu.

G.: Ja, Du hast recht.

H.: Du hast auch recht.

 

Stille, Ruhe.

H.: Es ist wirklich ernst.

G.: Stimmt.


Stille, Ruhe.


G.: Wollen wir den Lebensversicherern denn helfen?

H.: Kannst du denn helfen?

G.: Können wir helfen?

H.: Wir alleine nicht.


Stille, Ruhe.


H.: Vielleicht können die anderen mithelfen, die machen ja die Regeln! Die machen die Gesetze!

G.: Aber die haben uns ja schon gefragt.

H.: Und wir haben gesagt, es ist nicht so ernst.

G.: Aber es ist ernst.

H.: Ja, es ist ernst.

Stille, Ruhe.

G.: Ich habe gestern gesagt, dass es ernst ist!

H.: Da hast Du ja auch recht!

G.: Ich habe auch gesagt, dass die, die die Gesetze machen, nächstes Jahr etwas tun sollen.

H.: Dann ist der Erste aber vielleicht schon tot!

G.: Aber dann müssen die im nächsten Jahr was tun, um im Nachhinein so zu tun, als hätten sie dieses Jahr schon etwas gemacht. Dann ist der vielleicht nicht tot.

H.: Können die nächstes Jahr die Regeln einfach so rückwirkend ändern?

G.: Ich glaube nicht. Ich glaube, das wäre ernst.

H.: Aber es ist jetzt schon ernst.

G.: Ja, es ist jetzt schon ernst.

H.: Dann sollten die doch jetzt schon was tun! Dann sollten die jetzt schon die Regeln ändern!

G.: Aber dann müssten die ja zugeben, dass es jetzt schon ernst ist!

H.: Aber es ist doch ernst!

G.: Aber die wollen doch gewählt werden!

 

Stille, Ruhe.

H.: Da hast du recht. Wenn die jetzt vor der Wahl sagen, dass es ernst ist, dann hätten die ein Problem, weil sie ja selbst die Regeln gemacht haben, die mit dazu geführt haben, dass es jetzt ernst ist.

G.: Ja, eigentlich haben die ja die Verantwortung.

H.: Aber wir können helfen. Haben wir dann auch Verantwortung?

G.: Ich hoffe nicht. Das wäre sonst ernst.

H.: Ja, das wäre ernst.

G.: Was sollen wir tun?

H.: Hoffen, dass niemand stirbt.

 

Stille, Ruhe.

H.: Schau mal da fliegt ein blauer Adler!

G.: Bleib doch mal ernst.


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