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Kleinleins Klartext

DVAG lässt es stürmen

DVAG lässt es stürmen

 01.11.2017  Kleinleins Klartext  17 Kommentare  Axel Kleinlein

Es war ein kleiner Shitstorm, der sich Anfang Oktober in sozialen Medien über den BdV ergoss. Der Grund: Unsere Berichterstattung zu den Run-Off-Plänen diverser Lebensversicherer. Die hat so einigen DVAG-lern anscheinend nicht gepasst. Aber mal alles der Reihe nach.

Worum es geht? Einige Lebensversicherer planen tiefgreifende Änderungen ihres Lebensversicherungsgeschäfts. Da sollen ganze Bestände oder auch nur Teile an andere Unternehmen verschoben werden oder es wird geprüft, Bestände an Investoren zu verkaufen oder da wollen Unternehmen das Neugeschäft beenden und die Restbestände abwickeln (Run-Off).

Wir vom Bund der Versicherten finden das nicht lustig, wenn Kunden auf einmal zur Ware werden. Wir befürchten deutlich negative Folgen für die Verbraucher. Deswegen thematisieren wir das, nennen auch Ross und Reiter und warnen in unseren Pressemitteilungen vor Fehlentwicklungen.

Die Versicherungsunternehmen bleiben mit ihren Plänen im Dunkeln 

Solche Pressemitteilungen prallen dann zuweilen auf den Frust der Vermittlerschaft. So wollen etwa einige DVAG-ler nicht wahrhaben, dass auch in Sachen AachenMünchener große Unsicherheit herrscht und die Unternehmen die unterschiedlichsten Planspiele prüfen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, vor den Auswirkungen derartiger Planspiele zu warnen und auf mögliche Fehlentwicklungen hinzuweisen – wie etwa in der fraglichen Pressemitteilung. Die Versicherungsunternehmen bleiben dennoch mit ihren Plänen im Dunkeln und lassen Vertrieb und Verbraucher alleine.

Anstatt selbst Klarheit beim eigenen Unternehmen einzufordern, beschimpfen uns nun einige DVAG-ler, weil wir das Problem benennen. Da wirft uns Reinhard Kreisel etwa „haarsträubende Falschmeldungen“ vor. Er begründet das damit, dass bei der AachenMünchener kein Run-Off oder Verkauf bevorstünde. Das Problem bei seinem Vorwurf: Zum einen ist zu bezweifeln, dass er stets über alle Pläne des Unternehmens informiert wäre. Was aber noch schwerer wiegt: Wir haben das gar nicht behauptet, sondern darüber berichtet, dass bei den Versicherern eine Prüfung solcher Lösungen vorgenommen würde.

Den aufgebrachten DVAG-lern hätte aber auch auffallen können, dass sie von ihrem Unternehmen - und von der AachenMünchener und der Generali - in ihrer Empörung alleine gelassen werden. Keines der betroffenen Unternehmen hat sich seinerseits bei uns beschwert. Auch etwa in Sachen Pressemeldung mit einer Gegendarstellung: Fehlanzeige!

Auf den Zug des Herrn Kreisel sind dann aber dennoch so einige DVAG-ler aufgesprungen, ein kleiner Shitstorm. Meist mit undifferenzierten Beiträgen, zuweilen auch geschmacklos – wie etwa Christian Rammer der uns der „Lügenpresse“ bezichtigt. Es gibt bei manchen Vermittlern anscheinend einen Reflex, der dazu führt, ungeprüft alles was vom Verbraucherschutz kommt, schlecht zu finden. Hilfreich ist das nicht für die Diskussion.

Die Nutznießer des Shitstorms

Die Nutznießer des Shitstorms sind aber: Die Unternehmen, die auch weiter ihre Pläne im Verborgenen halten und unbehelligt von einer kritischen Diskussion das Bestmögliche für die Aktionäre ausbaldowern. Das geht dann vermutlich zu Lasten der Kunden und auch zu Lasten des Vertriebs. Deshalb mein Appell an Herrn Kreisel und Herrn Rammer: Lassen Sie sich nicht von den Versicherungsunternehmen instrumentalisieren!

PS: Eigentlich wollte ich diese Kolumne als einen offenen Brief an die Vermittler der DVAG formulieren. Aber diejenigen, die die Probleme verursachen, die sitzen woanders. Deshalb ein kurzer Brief an den eigentlichen Verursacher des Konflikts, den Vorstandsvorsitzenden der AachenMünchener-Lebensversicherung:


„Sehr geehrter Herr Schmallenbach,

es besteht leider derzeit Unklarheit darüber, ob und in welchem Umfang Sie oder die Generali-Lebensversicherung das Lebensversicherungsgeschäft bzgl. der Verträge der AachenMünchener Lebensversicherung auch mittel- und langfristig betreiben wollen (und können).

Ich möchte Sie daher bitten, sich zur Fortführung ihres Lebensversicherungsgeschäfts zu bekennen.

Eine solche Fortführung würde beinhalten, dass Sie oder die Generali-Lebensversicherung ohne Einschränkung mittel- und langfristig alle bei der AachenMünchener Lebensversicherung abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge weiterführen wollen, dass weder Sie noch die Generali-Lebensversicherung diese Verträge oder Teile dieser Verträge an andere verkaufen werden und dass Sie und die Generali-Lebensversicherung ausschließen, die Garantien der Verträge abzusenken.

Leider steht eine öffentliche Erklärung dieses Inhalts noch aus, würde aber erheblich zur Klärung der Situation beitragen.

Mit einem solchen Bekenntnis könnten Sie maßgeblich dazu beitragen, die von Teilen  Ihrer Vermittlerschaft angestrengte Eskalation gegenüber dem Verbraucherschutz zu befrieden. Gerne werde ich dann entsprechende Schritte einleiten, um einer ggf. von unserer Seite erzeugten Verunsicherung adäquat zu begegnen.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Kleinlein“

 

Hintergründe:

http://www.asscompact.de/nachrichten/generali-macht-ernst-run-der-lebensparte-dvag-%C3%BCbernimmt-exklusiv-vertrieb

http://www.handelsblatt.com/my/finanzen/banken-versicherungen/generali-chef-philippe-donnet-der-loewe-ist-sehr-hungrig/20450494.html

 


Kommentare
Kommentar von Oliver Nothjung am  08.11.2017 12:20
Sehr geehrter Herr Kleinlein,
Ihrem Kommentar vom 07.11.2017, also Ihrem Erklärungsversuch entnehme ich, dass Sie die veröffentlichen Darstellungen des Vorgangs um die Generali und AachenMünchener nicht richtig entschlüsselt haben, weil "die Planungen" nicht ganz einfach seien und "eine gewisse Komplexität in sich" bergen. Richtig? Da es andere Menschen anscheinend richtig und fehlerfrei decheffriert haben, sogar Kunden und Vertriebler der Häuser, die angeblich Ihren Schutz brauchen, wäre da in Zukunft nicht etwas mehr sachliche Bescheidenheit von Ihnen angebracht bei Äußerungen zu Vorgängen, die eine gewisse Komplexität in sich bergen?

Viele Grüße
Oliver Nothjung
Kommentar von Kreisel Reinhard am  07.11.2017 12:40
Lieber Herr Kleinlein,

nachdem es nun endlich auch der Letzte kapiert hat, ist es an der Zeit Ihr Versprechen einzulösen.

Oder warten Sie auf die Beantwortung Ihrer letzten Frage durch Herrn Schmallenbach? Eine Antwort, die er bereits mehrfach gegeben hat?

Reinhard Kreisel
Kommentar von Wilfried Dick am  07.11.2017 12:00
Es ist zum K...... ! Sie schreiben "Hieraus schloss ich.................. !" Genau das wird Ihnen ja vorgeworfen,
dennoch von Ihnen bestritten ! Miesmacherei einfach nur mal so !
Kommentar von Axel Kleinlein am  07.11.2017 10:59
Lieber Herr Schmallenbach,

vielen Dank für ihren Kommentar vom 2. November der in der Tat einiges klarstellt, was bislang unklar geblieben war. Für mich war nach den Ankündigungen der Generali Ende September und auch nach Lesen Ihrer Stellungnahme vom 16. Oktober noch nicht klar, was ihr Unternehmen letztlich beabsichtigt.

Im September wurde deutlich, dass Generali anscheinend beabsichtigt u.a. die Marke der AachenMünchener in die Marke der Generali aufgehen zu lassen. Zugleich kündigte die Generali auch an, die Generali-Lebensversicherung in den Run-Off zu schicken und schloss dabei ausdrücklich im Rahmen dieser Reorganisation eine „zukünftige Veräußerung des Generali Leben-Portfolios nicht aus“. Hieraus schloss ich, dass in ihrem Konzern natürlich auch für die fraglichen zukünftigen Generali-Leben Bestände (heutigen AachenMünchener Bestände) die möglichen Varianten Run-Off bzw. Verkauf geprüft würden.

In unserer Pressemitteilung machten wir deutlich, wie wir „Run-Off“ und „Bestandsverkäufe“ aus Verbrauchersicht bewerten – und das recht kritisch. Auch für Bestände der AachenMünchener gingen wir dabei, wie oben erläutert, davon aus, dass innerhalb ihres Konzerns solche Maßnahmen geprüft werden. Sie sehen, dass wir hier keine „Falschmeldung“ verfasst haben, sondern uns auf die Informationen bezogen, die aus dem Hause Generali kamen.

Vielleicht kam es zu einem Missverständnis, da wir in unserer Pressemitteilung davon sprachen, dass bei diversen Unternehmen Planungen bzw. Prüfungen bzgl. Run-Off und Bestandsverkäufen erfolgen, ohne dass in der Mitteilung gesondert aufgeführt war, in welchen Unternehmen eine konkrete Planung schon avisiert ist und in welchen Unternehmen zunächst nur eine Prüfung erfolgt. Es wäre womöglich hilfreich gewesen ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass wir bei ihrem Haus von einer „Prüfung“ solcher Maßnahmen ausgingen. Leider haben anscheinend manche Leser aus unserer Pressemitteilung ableiten wollen, ihr Haus würde geplant haben Bestände zu verkaufen. Dies hatten wir ja aber auch gar nicht behauptet.

In ihrer Mitteilung vom 18. Oktober sprachen Sie dann davon, dass die AachenMünchener nicht beabsichtige Bestände zu verkaufen. Da aber ja zukünftig die Verträge unter dem Dach der Generali-Lebensversicherung geführt werden sollen – so zumindest die Ankündigung von Ende September – ist daraus nicht abzuleiten, dass sich nicht dann womöglich die Generali zu einem Verlauf der Bestände entschließt. Schließlich haben Sie ja zunächst nur für die AachenMünchener gesprochen.

Im Gegenteil gibt das Interview von Herrn Donnet in Handelsblatt Anlass dazu, dass sich der Konzern vorbehalten möchte, zukünftig heutige Bestände der AachenMünchener (dann später womöglich als von der Generali-Leben geführt) zu veräußern. Anders kann ich seinen Hinweis, für diese Bestände gäbe es „großes Interesse“ nicht verstehen.

Die Planungen Ihres Hauses sind nicht ganz einfache und bergen eine gewisse Komplexität in sich, die eine einfache transparente Durchdringung nicht einfach macht. Dank ihres Kommentars auf diesem Blog habe ich aber nun den Eindruck, dass innerhalb ihres Konzerns folgende Maßnahmen beabsichtigt sind:

1. Schritt: Die Bestände der bisherigen Generali-Lebensversicherung werden auf eine neue Gesellschaft übertragen, deren Aufgabe darin besteht diese Bestände abzuwickeln, ohne dass diese neue Gesellschaft eigenes Neugeschäft betreibt (eine Art „Run-Off-Generali“).
2. Schritt: Die bisherige Generali-Lebensversicherung nimmt dann die Bestände der heutigen AachenMünchener-Lebensversicherung auf, damit diese Verträge zukünftig unter dem Namen „Generali-Lebensversicherung“ geführt werden. Die bisherige AachenMünchener-Lebensversicherung wird dann als „leere Hülle“ liquidiert.
3. Schritt: Zukünftig wird ein Neugeschäft im Namen der Generali-Leben generiert und die Bestände dieser Generali-Leben (ehemals AachenMünchener) werden weiter geführt. Ausdrücklich stehen diese Bestände der Generali-Leben dann nicht zum Verkauf, während die Bestände der „Run-Off-Generali“ womöglich (entsprechend der Ausführungen von Herrn Donnet) zum Verkauf stehen könnten.

Lieber Herr Schmallenbach, sehe ich das richtig? Dann wäre es in der Tat korrekt, dass die heutigen Kunden der AachenMünchener-Lebensversicherung (der zukünftigen Generali-Lebensversicherung) dank ihrer ausdrücklichen Versicherung keine Befürchtung haben müssten, dass ihre Verträge veräußert würden.

Mit besten Grüßen

Axel Kleinlein
Kommentar von Michael Sareyko am  06.11.2017 10:10
Sehr geehrter Herr Kleinlein,
Sie kommen selber aus der Assekuranz und haben dort sehr gutes Geld verdient. Warum gehen Sie mit falschen Infos an die Presse und das war schon öfters der Fall.
Der Bund der Versicherten sollte sich schnellsten eine Selbstauflösung betreiben, um den bis heute verursachte Schaden klein zu halten. Die LV/rente gehört zur Altersversorgung wie die Immobilie und die Aktie oder Aktienfonds.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Sareyko
Geschäftsstellenleiter
Kommentar von Christoph Schmallenbach am  02.11.2017 20:19
Lieber Herr Kleinlein,

ich habe heute Ihren Blog-Beitrag vom 1. November gelesen, in dem Sie mir einen offenen Brief schreiben. Darüber habe ich mich sehr gewundert. Denn in Ihrem Brief fordern Sie mich auf, mich zur Fortführung des Lebensversicherungsbestandes der AachenMünchener zu bekennen. Das ist erstaunlich, da ich dies längst, für jeden nachvollziehbar und unmissverständlich getan habe. Und dies, ohne dass wir uns abgestimmt oder Sie mir früher schon einen Hinweis gegeben hätten.

Auch wenn die von Ihnen gewählte Ansprache sehr ungewöhnlich ist, will ich Ihnen dennoch hier antworten. Dies jedoch verbunden mit dem Angebot, dass wir uns künftig auf persönlichem Wege austauschen.

Wir kennen uns aus mehreren Begegnungen, u.a. ja auch aus dem Beirat des Ombudsmannes für Versicherungen, dem wir beide angehören. Daher sind Ihnen meine Positionen zur Lebensversicherung, zu den Garantien, die wir unseren Kunden gegeben haben sowie darüber hinaus auch meine Verbindung zu den Vermögensberaterinnen und den Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung sehr gut bekannt.

Wie gesagt: Dass Sie mich jetzt in Ihrem Blog öffentlich zu einer Stellungnahme auffordern, die längst gegeben wurde, finde ich befremdlich. Wenn Sie sich sorgfältig informiert hätten, wäre Ihnen dieser Fehler sicherlich nicht unterlaufen. Denn bereits am 16. Oktober hat die AachenMünchener auf ihrer Webseite www.amv.de zum Thema „Falschmeldungen über Verkauf von Lebensversicherungsbeständen“ ein eindeutiges Statement verfasst, in dem ich mich im Sinne unserer Kunden und unseres Vertriebspartners zu den Beständen der AachenMünchener Lebensversicherung geäußert habe.

Im vorliegenden Fall waren Sie übrigens selbst der Auslöser für die Verunsicherung in der Öffentlichkeit. Denn in Ihrer BdV-Presseerklärung vom 28. September haben Sie fälschlicherweise behauptet, die Bestände der AachenMünchener Lebensversicherungen stünden zum Verkauf.

Dies ist eindeutig falsch ! Obwohl es weder in Pressemitteilungen noch in Statements von verantwortlichen Unternehmensleitern eine Aussage über einen möglichen Verkauf von Beständen bei der AachenMünchener gegeben hat, haben Sie dies in Ihrer Pressemitteilung behauptet. Hätten Sie die Veröffentlichung der Generali vom selben Tag auf deren Webseite www.generali.de sorgfältig gelesen, dann wäre Ihnen dieser Lapsus sicher nicht passiert.

In der Pressemitteilung ist eindeutig von der Generali Lebensversicherung die Rede. Auch zu deren Zukunft sind seitens der Generali eindeutige Aussagen – u.a. auch in den Medien – gemacht worden. Beispielsweise hat sich mein Vorstandskollege Rainer Sommer dazu kürzlich erst in FocusMoney (Nr. 44/2017) geäußert. Er hat darin deutlich gemacht, dass die Generali Deutschland das Neugeschäft für die Generali Lebensversicherung AG einstellen und die dadurch freiwerdenden Mittel gezielt in Wachstumsthemen investieren wird. Die Bestände der Generali Lebensversicherung können über eine speziell für diesen Zweck noch einzurichtende Gesellschaft verwaltet werden. Die vorhandenen Verträge werden für die Kunden uneingeschränkt fortgeführt. Wörtlich sagt Rainer Sommer in dem FocusMoney-Interview zudem: „Für unsere Kunden ändert sich nichts. Wir werden natürlich die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden sowohl in der privaten wie in der betrieblichen Altersvorsorge eins zu eins einhalten.“

Dass es bei diesen Statements und Presseveröffentlichungen um die Generali Lebensversicherung und nicht die AachenMünchener Lebensversicherung gegangen ist, hätten Sie klar erkennen können und müssen. Um die durch Ihre Falschmeldung verunsicherten Kunden und Vermögensberater rasch und unmissverständlich aufzuklären, haben wir übrigens nicht nur ein Statement auf der Webseite der AachenMünchener veröffentlicht. Es gab zusätzlich auch für unsere Kunden über unsere Vertriebspartner ein Schreiben, in dem wir deutlich gemacht haben, dass ein Verkauf von Beständen bei der AachenMünchener zu keinem Zeitpunkt ein Thema war. Gerne zitiere ich daraus: „Wir werden Ihr verlässlicher Partner bleiben und möchten aktiv weitere neue Kunden gewinnen, denn die Lebensversicherung ist nach wie vor alternativlos für eine verlässliche Altersversorgung und die Absicherung Ihrer Lebensrisiken.“

Hinzu kommt, dass wir mehrere Pressegespräche mit Medien geführt haben, darunter eines mit der Aachener Zeitung, deren Inhalte am 6. Oktober veröffentlicht wurden. Auch diesen Artikel können Sie leicht im Internetauftritt der Aachener Zeitung unter http://www.aachener-zeitung.de finden.

Lieber Herr Kleinlein, ich denke, dass Sie mit diesem Schreiben und meinen Hinweisen auf eine Vielzahl von eindeutigen Statements und Veröffentlichungen eine mehr als ausreichende Antwort auf Ihren offenen Brief erhalten haben. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, dann sprechen Sie mich gerne persönlich an.

Mit freundlichen Grüßen aus Aachen
Christoph Schmallenbach
Kommentar von Kreisel Reinhard am  02.11.2017 11:55
Lieber Herr Kleinlein, warum weichen Sie aus?

Hierbei geht es doch nicht nur darum die Zukunft vieler Lebensversicherungsverträgen zu diskutieren. Das sehr gerne an anderer Stelle.

Hier geht es immer noch um Ihre falsche Behauptung, die AachenMünchener beabsichtige bzw. prüfe einen Verkauf ihrer Bestände.

Für wie abgehoben und überwichtig halten Sie sich denn bitte schön, dass in einer öffentlichen Stellungnahme Sie bzw. Ihr Verband extra namentlich erwähnt werden muss? Und nur weil dies nicht der Fall war, geht Sie diese Stellungnahme dann überhaupt nichts an?

Seien Sie ein erwachsener Mann und stehen Sie zu Ihrem Ehrenwort. Ich erinnere Sie nochmals an Ihr Versprechen und erhoffe Ihre entsprechenden Schritte um die (nach Ihren Worten) von Ihnen erzeugte Verunsicherung wieder richtig zu stellen.

Reinhard Kreisel
Kommentar von Kreisel Reinhard am  02.11.2017 11:55
Lieber Herr Kleinlein, warum weichen Sie aus?

Hierbei geht es doch nicht nur darum die Zukunft vieler Lebensversicherungsverträgen zu diskutieren. Das sehr gerne an anderer Stelle.

Hier geht es immer noch um Ihre falsche Behauptung, die AachenMünchener beabsichtige bzw. prüfe einen Verkauf ihrer Bestände.

Für wie abgehoben und überwichtig halten Sie sich denn bitte schön, dass in einer öffentlichen Stellungnahme Sie bzw. Ihr Verband extra namentlich erwähnt werden muss? Und nur weil dies nicht der Fall war, geht Sie diese Stellungnahme dann überhaupt nichts an?

Seien Sie ein erwachsener Mann und stehen Sie zu Ihrem Ehrenwort. Ich erinnere Sie nochmals an Ihr Versprechen und erhoffe Ihre entsprechenden Schritte um die (nach Ihren Worten) von Ihnen erzeugte Verunsicherung wieder richtig zu stellen.

Reinhard Kreisel
Kommentar von Axel Kleinlein am  02.11.2017 10:42
Sehr geehrte Kommentatoren,

ich freue mich, dass wir mit einer derart regen Diskussion die Zukunft vieler Lebensversicherungsverträge weiter diskutieren.

Die zitierte Stellungnahme der Aachener und Münchener Lebensversicherung (https://www.amv.de/home/falschmeldung-1335768/ ) ist sicherlich eine gute Klarstellung auf bestimmte Falschmeldungen, in denen von einem faktischen Verkauf der Lebensversicherungsbestände die Rede wäre. Die Pressemitteilung des Bund der Versicherten e. V. ist hier aber offensichtlich nicht gemeint. Denn dort haben wir ausdrücklich auch darauf hingewiesen, dass es uns nicht nur um beabsichtigte Verkäufe geht sondern eben auch darum, dass einige Unternehmen derartige Veräußerungen prüfen würden. Konsequenterweise hat die Aachener und Münchener Lebensversicherung dann auch in ihrer Stellungnahme eben keinen Bezug auf unsere Pressemitteilung genommen. Übrigens, das auf lange Sicht notwendige verbindliche Bekenntnis zur Fortführung der Bestände kann ich in der Stellungnahme auch nicht erkennen.

Dass innerhalb des Konzerns geprüft wird, ob ein Run-Off oder gar ein Verkauf sinnvoll wäre, das wird durch das in meinem Bog zitierte Handelsblattinterview Herrn
Donnets aber deutlich: Auf die Frage, wann denn eine Entscheidung über einen Run-Off bzw. einen Verkauf fallen würde antwortet der Manager ausweichend und weist darauf hin, dass „… ob wir die Bestände dann intern verwalten oder an eine Run-Off-Gesellschaft geben, ist eine technische Entscheidung“. Offensichtlich findet also im Generali-Konzern eine ergebnisoffene Prüfung über die Zukunft der Bestände statt. Nicht von ungefähr, dann laut Donnet spürt die Generali bezüglich eines Verkaufs ein „großes Interesse von extern“.

Genau auf derartige Prüfungen solcher Entscheidungen wollten wir mit der Pressemitteilung auch hinweisen. Denn unseres Erachtens ist es für die Verbraucher nicht nur eine „technische Entscheidung“ bei welchem Unternehmen ihre Verträge geführt werden.

Beste Grüße

Axel Kleinlein
Kommentar von Matthias Glesel am  01.11.2017 21:45
Es ist eigentlich schon alles gesagt.
2 Möglichkeiten.
1. Sie könnten sagen, das haben Sie vor 3 Wochen zum Diktat gegeben und es würde jetzt versehentlich veröffentlicht ( dummer Bürofehler)
2. Sie, Herr Kleinlein haben die persönliche Größe und entschuldigen sich ganzheitlich für diese dilettantische Fehlleistung.

Matthias Glesel
Kommentar von Sebastian Schnell am  01.11.2017 20:48
Peinlich Peinlich....

und wer schützt uns vor diese selbst ernannten Verbraucherschützer???

Wie kann man den Verbraucher so Inkompetent verunsichern und so einen schlecht recherchierten Quatsch verbreiten....

Viele ihrer Auftritte waren schon sehr fragwürdig... aber heute schießen sie den Vogel ab....

Schützt die Kunden vor Verbraucherschützern...

Sebastian Schnell
Versicherungsmakler
Kommentar von Kreisel Reinhard am  01.11.2017 19:34
Lieber Herr Kleinlein,
nun haben Sie sich aber ganz schön verbloggt.
Wenn wir persönliche Freunde wären, dann täten Sie mir leid.

In diese Einbahnstraße haben Sie sich selbst manövriert und inzwischen dürfte Ihnen dies auch ziemlich klar geworden sein. Möglicherweise werden Sie bereits angestrengt Überlegungen anstellen, wie Sie aus dieser Nummer möglichst unbeschadet wieder heraus finden.

Ihre Unterstellungen sowie Ihr Aufruf an Herrn Schmallenbach entbehren jeder Grundlage. Bereits am 16. Oktober gab es von Seiten der AachenMünchener und der Generali eine öffentliche Stellungnahme. Zu diesem Datum wurden auch alle Vermögensberater von Herrn Christoph Schmallenbach (Chief Business Officer Exklusivvertrieb der Generali Deutschland und Vorstandsvorsitzender der AachenMünchener) und von Herrn Peter Heise (Chief Insurance Officer Life der Generali Deutschland und Vorstand Leben der AachenMünchener) in einer separaten Stellungnahme genauestens informiert und zudem gibt es auch eine Stellungnahme für alle Kunden der AachenMünchener Leben.

Sollten Sie nicht in der Lage sein diese Stellungnahmen selbst zu recherchieren, so dürfen Sie diese sehr gerne bei mir persönlich abrufen.

Da diese von Ihnen heute geforderten klaren Stellungnahmen bereits seit 2 Wochen vorliegen, entbehren Ihre Worte jeglicher Grundlage:

"... Leider steht eine öffentliche Erklärung dieses Inhalts noch aus, würde aber erheblich zur Klärung der Situation beitragen.
Mit einem solchen Bekenntnis könnten Sie maßgeblich dazu beitragen, die von Teilen Ihrer Vermittlerschaft angestrengte Eskalation gegenüber dem Verbraucherschutz zu befrieden. Gerne werde ich dann entsprechende Schritte einleiten, um einer ggf. von unserer Seite erzeugten Verunsicherung adäquat zu begegnen.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Kleinlein“

Ich nehme Sie deshalb bei Ihrem Wort und erhoffe Ihre entsprechenden Schritte um die von Ihnen erzeugte Verunsicherung wieder richtig zu stellen.

Reinhard Kreisel
DVAG-Vermögensberater
Kommentar von Tim Wolff am  01.11.2017 18:45
Guten Tag, könnten wir nicht alle im Sinne des Kunden ein wenig mehr zusammenrücken? Vermittler greifen sich an die eigene Nase und braten ordentlich, und Verbraucherschützer gehen nicht gegen alles und jeden...?

Wäre das möglich? Wäre doch ein echter Gewinn für Deutschland.

Ich empfinde den Bericht als peinlich, hätte man doch bloß auf die Homepage der AachenMünchener schauen müssen und selbst die Gegendarstellung lesen können...

Wir sollten doch alle dazu beitragen, dass Kunden sich bestätigt fühlen, vorzusorgen. Und nicht Angst bekommen, weil jeder gegen jeden wettert. Wie in der Politik. Da kann keiner ein gutes Wort über den anderen sagen Punkt und dann wundert man sich über die Politikverdrossenheit und dass so wenig Leute wählen gehen
Kommentar von Joachim Trapp am  01.11.2017 18:08
Sehr geehrter Herr Kleinlein,

anstatt die Größe zu haben und mal eine Veröffentlichung zu korrigieren, hauen Sie auf einen fachlich korrekten Berater Reinhard Kreisel voll drauf und versuchen sich mit einem Brief, in dem Sie die AMLeben und auch Herrn Schmallenbach, als die eigentlichen Verursacher hinzustellen um sich somit geschmeidig aus der ”Affäre” zu ziehen. Das zeigt leider einen Charakter von Ihnen, den ich so ungünstig nicht erwartet hätte und hat wahrlich nichts mit Anstand und Größe zu tun.

Im Gegensatz dazu war Herr Kreisel auch fair zu Ihnen, er hat Ihnen wochenlang Gelegenheit zur Korrektur gegeben und das ganz ohne irgendeine Rechtsabteilung einzuschalten.
Das ist Fairness !
Und was machen Sie, mit den Antworten warten, vertrösten und dann auch noch nicht mal klare Stellung beziehen.

Meine persönliche generelle Lebensmeinung:
Egal auf welcher Seite jemand steht und egal wen oder was jemand vertritt, sollte man immer Fairness walten lassen und Größe, Aufrichtigkeit und Anerkennung !
Vorsicht sollte man immer dann walten lassen, wenn jemand ohne stichhaltige Beweise Dinge in den Raum stellt die auch fachlich nicht zu halten sind und eigentlich nur draufhaut weil er es eigentlich im tiefsten Herzen gar nicht anders möchte.

Vielleicht regt es Sie Herr Kleinlein mein Statement einmal zum Nachdenken an.
Man kann sich auch auf Augenhöhe begegnen und fachlich, sachlich hart, aber dennoch fair sich austauschen.
Dies ist auch eines der höchsten Güter, die wir Menschen mit unserem Herz und Verstand nutzen können.

Deshalb auch mein Angebot. Fachlicher Austausch auf Augenhöhe, fachlich und sachlich korrekt. Gerne persönlich in kleiner Runde. Bin mir auch sicher, dass der eine oder andere Berater ebenfalls dazu bereit wäre.

Bin gespannt ob Sie dieses Angebot annehmen Herr Kleinlein.

Beste Grüße
Joachim Trapp
Kommentar von Markus Rieksmeier am  01.11.2017 18:03
Herr Markis,

1. Bedeutet „zugeschickt“ nun zugeschickt oder nicht oder kamen sie mit den Gänsefüßchen durcheinander?

2. Bitte machen Sie sich ferner zum Presserecht kundig. Bevor Sie nun kategorisch sachfern kommentieren, zwei Dinge:

1. Der BdV ist NICHT Presse,
2. Herr Kleinlein nicht Journalist.

So dass der Begriff „Gegendarstellung“ deplatziert ist. Übrigens ist für die Antwort der AM/Herrn Schmallenbachs der angesprochene Herr Schmalenbach zuständig.
Kommentar von Sven Markis am  01.11.2017 17:15
Sehr geehrter Herr Kleinlein,
und schon wieder nicht richtig recherchiert oder Absichtlich nicht die ganze Wahrheit geschrieben?
Hier der Link der Stellungnahme der AachenMünchener Lebensversicherung vom 16.10.2017 also schon über zwei Wochen online verfügbar.
Und übrigens allen Vermögensberatern der DVAG wurde diese Mitteilung unverzüglich nach der Veröffentlichung „zugeschickt“.
Daher bitte ich Sie jetzt um „ein Mann ein Wort“:
Wie im Brief an Herrn Schmallenbach geschrieben haben Sie nun die Aufgabe eine Gegendarstellung zur Behebung der verursachten Verunsicherung zu schreiben. Oder war das auch nur einfach so mal geschrieben? Ich wünsche es doch für uns alle nicht. Jetzt sind Sie und nur Sie an der Reihe.
An dieser Stelle kann ich es nicht lassen, diese Anmerkung noch zu machen.
„Anstatt von den Vermittlern noch eine und noch eine Prüfung zu verlangen, sollten für Journalisten und Funktionäre auch Mindestanforderungen gestellt werden. Denn diese dürfen schreiben was sie wollen, verunsichern und volkswirtschaftlichen Schaden damit verursachen und haben dabei keinerlei Haftung. Maximal eine Gegendarstellung ist zu schreiben.“
Kommentar von Markus Rieksmeier am  01.11.2017 14:34
In der ursprünglichen Presseaussendung des BdV heiß es, ...

„ ... beabsichtigen und prüfen Ergo-, Axa-, Generali- und AachenMünchener ((AM))-Lebensversicherungen mehr als 10 Millionen klassische Lebensversicherungsverträge zu verkaufen“

Zunächst: Es haben „nur“ Ergo und Generali angekündigt, Bestände verkaufen zu wollen (betrachten wir dies als belastbare, pressefähige Aussage). Über die AXA und AM kursierten allenfalls Spekulationen, auch in „Handelsblatt“, „Süddeutsche“ & Co.

Ich hätte hier durchaus unterschieden zwischen Nachricht (Ergo und Generali) und Spekulation (AXA und AM). Zudem ist die Zahl 10 Millionen zu beziehen auf die Addtion der LV-Bestände von Ergo (6 Mio. Verträge) und Generali (4 Mio.).

Ein der AXA bzw. AM-Leben (unterstelltes) „prüfen“ oder „nachdenken“ eines Bestandsverkaufs zum Bestandteil der BdV-Kampagne zu machen, wäre nicht seriös. Wenn dann Überreaktionen kommen („Lügenpresse“) oder „haarsträubende Falschmeldung“, wie DVAG-Mann Reinhard Kreisel zitiert wird, dann hat der BdV sich den Shit selbst produziert - zumal ich Reinhard Kreisel als kritischen Gegener mit Taschenrechner schätze und damit als hoch geachteten Disputanten auf den Schild der seltenen wahren Experten hebe!

Statt nun den heutigen Beitrag zu produzieren, hätte der Offene Brief an die AM-Leben genügt, wie er dem Text angehängt ist.

Markus Rieksmeier
VersicherungsfachWort

PS. Ging der Brief auch an die anderen 100 Lebensversicherer?

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