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Kleinleins Klartext

Ich bin dann mal...zurück

Ich bin dann mal...zurück

 06.06.2018  Kleinleins Klartext  0 Kommentare  Axel Kleinlein

Vor ein paar Monaten: 

Ich war dann mal weg...

…und das für ein paar Monate. Ich habe mich in der Zeit nicht über Versicherungsunternehmen geärgert, nicht mit Vermittlern gestritten und nicht mit Politikern diskutiert. Ich habe mich nicht über schlimme Überschussdeklarationen, schlechte Gesetzesentwürfe oder neue Anfeindungen geärgert. Was mich bewegt hat, das waren ganz andere Dinge.

Stattdessen bin ich gelaufen und mich haben meine Füße gequält, die Knie haben mich geärgert und zudem hat mich Wetter und Temperatur auf Trab gehalten: Vereiste Wege durch die Pyrenäen, ein zaghafter Frühling in der Rioja, Schneesturm auf der Meseta, Sonnenbrand in Kastilien, sattes Frühlingsgrün in Galicien und am Schluss ein eiskalter Atlantik.

Dabei durfte ich persönlich sehr viel lernen und erleben, ich bekam neue Erkenntnisse und Gedanken und hatte großartige Begegnungen. Man hinterfragt sich selbst bei einem solchen Weg, stellt Lebensentscheidungen auf den Prüfstand und findet auch Frieden mit vielen Problemen.

Und jetzt:

Ich bin ich dann mal wieder zurück…

…und stelle fest, dass sich in der Welt der Versicherungen und des Verbraucherschutzes nicht viel getan hat. Wer etwa eine Lebensversicherung hat, dem geht es noch immer nicht besonders gut. Im Gegenteil muss er (oder sie) befürchten, als reine Verkaufsmasse an ein Run-Off-Unternehmen verkauft zu werden. Oder aber sie / er muss sich längst damit abfinden, in einem Abwicklungsbestand zu sein. Dann wird man vom Versicherungsunternehmen nur noch als unangenehme Begleiterscheinung des Geschäftsmodells angesehen.

Wir vom Bund der Versicherten e. V. kämpfen aber weiter gegen die schlimmsten Entwicklungen. Ich freue mich schon darauf, wieder aktiv mit der Politik über eine Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes zu diskutieren und auch sonst für die Versicherten zu kämpfen. Besonders freue ich mich auf nächste Woche, wenn der Bundesgerichtshof über die Beteiligung der Kunden*innen an den Bewertungsreserven verhandelt und entscheidet. Egal wie es ausgeht: Es ist aus meiner Sicht noch immer eine Sauerei, dass die Versicherungsunternehmen den Kunden*innen hier Milliarden vorenthalten.

Es wird dauern, bis ich mit dem verbraucherunfreundlichen Verhalten der Versicherungswirtschaft Frieden schließen kann. Da reichen keine 900 km Pilgerweg. Im Gegenteil wäre es an der Zeit, dass sich endlich mal die Versicherungswirtschaft bewegt. Es würden schon ein paar Schritte ausreichen, Hauptsache sie geht auf die Verbraucher*innen zu. Gerne weisen wir vom Verbraucherschutz die Richtung!

 


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