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Versicherungen verstehen

Corona oh weh, AIDA adé

Corona oh weh, AIDA adé

 19.03.2020  Versicherungen verstehen  0 Kommentare  Bianca Boss

Aktuell bin ich wie wahrscheinlich viele von Ihnen im Homeoffice unterwegs und versuche dem Spagat zwischen Arbeiten und Kinderbetreuung gerecht zu werden. Der anfängliche Optimismus meiner Kinder und die Freude über 5 Wochen „Ferien“ ist schnell der Realität gewichen: Keine Treffen mehr mit Freunden, Kino und Schwimmbad haben geschlossen und tatsächlich ist das Spielen mit der Playstation auf Dauer auch langweilig – wer hätte es gedacht. Und nun das: Mit großer Vorfreude warteten wir alle schon auf den 8. April und somit auf einen Lichtblick in dieser Zeit: Für unsere Familie – und Oma samt Schwager und Schwägerin – sollte es mit der AIDA auf die Reise „Mediterrane Schätze“ gehen.

 

Ich habe die Entwicklung um Corona und unsere Reise jedoch schon seit Tagen mit grummeligem Bauchgefühl beobachtet. Doch selbst als Versicherungsspezi und der auch deshalb vorbeugend abgeschlossenen Reiserücktritts- und Abbruchversicherung und natürlich Auslandsreisekrankenversicherung, wusste ich: in so einer Situation siehts schlecht aus.

Reise adé – und die Kosten?

Bleiben wir etwa auf den Reisekosten sitzen, wenn wir uns entschließen sollten die Reise nicht anzutreten? Eigentlich schon. Wenn wir in der Familie also beschlossen hätten, wegen der Corona-Gefahr die Reise nicht anzutreten, müssten wir die Stornokosten selber tragen. Oh man.

Und die eben genannten abgeschlossenen Versicherungen? Würden die zahlen, falls wir die Reise absagen und Stornokosten anfallen?

Da zahlt keine Versicherung. Oder?

Die Reiserücktrittsversicherung zahlt nur, wenn die Reiseteilnehmer*innen die Reise aus wichtigem (unvorhersehbaren) Grund nicht antreten können.
Wichtige Gründe sind etwa wenn die versicherte Person, Angehörige oder Mitreisende einen schweren Unfall haben oder unerwartet schwer erkranken, wenn eine Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit die Reise unmöglich macht, wenn Angehörige oder Mitreisende sterben oder wenn das Eigentum des Versicherten zum Beispiel durch einen Brand oder Einbruch stark beschädigt wurde. Tja und nun? Keines dieser Gründe trifft ja zu. Panik machte sich bei uns in der Familie breit – die Reise war teuer.

Unser Glück im Unglück: AIDA hat die Reise selber abgesagt und uns eine kostenlose Umbuchung angeboten. Das werden wir dann auch in Anspruch nehmen – wann, wissen wir jedoch noch nicht.

Trotz der Enttäuschung über die abgesagte Reise freuen wir uns in der Familie schon auf die nächste – Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude…

Ich hoffe, Sie haben ebenso kulante Reiseveranstalter und konnten Ihre Reise verschieben oder stornieren. Kommen Sie gut durch diese irre Zeit und passen Sie auf sich auf.

 


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