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Versicherungen verstehen

Schäden in der Silvesternacht - welche Versicherungen bei Schäden durch Feuerwerk zahlen

Schäden in der Silvesternacht - welche Versicherungen bei Schäden durch Feuerwerk zahlen

 27.12.2017  Versicherungen verstehen  0 Kommentare  Bianca Boss

Für viele Menschen ist Silvester auch gerade wegen des Feuerwerks und der Knallerei ein besonderes Ereignis. Doch verirrt sich eine Rakete ins Haus, zerstört ein Kanonenschlag den Briefkasten oder gar den Lack am geliebten Auto, ist das sehr ärgerlich. Und erst recht teuer wird es dann, wenn durch Feuerwerkskörper Hab und Gut in Flammen aufgehen. Welche Versicherung zahlt also, wenn es knallt?

Wenn es überall knallt und kracht, sind in vielen Fällen die Schuldigen nicht ausfindig zu machen. Das klassische Beispiel dafür sind die zerstörten Briefkästen, die man häufig am Neujahrsmorgen vorfindet. Der Hauseigentümer könnte sich dann an die Wohngebäudeversicherung wenden, die den Schaden auch regulieren würde. Der Versicherer hat dann aber ein Sonderkündigungsrecht. „Daher raten wir immer, Kleinstschäden lieber selber zu zahlen“, rät Boss. Die Wohngebäudeversicherung würde natürlich auch zahlen, wenn durch eine verirrte Raketen nicht nur der Briefkasten, sondern gleich das ganze Haus in Flammen aufgeht.

Sollte sich eine Silvesterrakete durch ein auf Kipp gestelltes Fenster ins Wohnzimmer verirren und dadurch der Perserteppich unter dem Esstisch in Flammen aufgehen, ist es gut, eine Hausratversicherung zu haben. Sie leistet in solch einem Fall Schadenersatz - und natürlich auch dann, wenn es einmal zu einem Totalschaden kommen sollte.

Schäden am Auto

Wenn Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt werden, zahlt die Teilkaskoversicherung den Schaden – abzüglich einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung. Eine Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos mutwillig beschädigt werden, ohne dass der Schuldige ermittelt werden kann.

Unverzichtbar das ganze Jahr: Privathaftpflichtversicherung

Wer selbst aktiv mit Böllern und Raketen das neue Jahr begrüßen will, sollte auf jeden Fall eine Privathaftpflichtversicherung haben. Denn es muss ja nicht nur der Schaden an der Jacke des Nachbarn sein, der sicherlich finanziell zu verschmerzen wäre. Ist der eigene Böller Schuld am Brand des Nachbarhauses oder hat er für erhebliche Verletzungen am besten Kumpel gesorgt, kann das schlimmstenfalls in den finanziellen Ruin führen. Die Privathaftpflichtversicherung ist jedoch auch unabhängig von dem Silvestertag eine der wichtigsten Versicherungen. Jeder sollte sie haben, denn sie springt ein, wenn man jemand anderen einen Schaden zufügt.

Wer nur passiv das Silvesterfeuerwerk genießen will, kann dennoch von herumfliegenden Raketen oder Böllern getroffen werden und beispielsweise körperliche Schäden davontragen. Besitzt der Schädiger jedoch keine Privathaftpflichtversicherung, bleibt der Betroffene vermutlich auf seinem Schaden sitzen. Daher ist der Einschluss einer Forderungsausfallversicherung in die eigene Privathaftlichtversicherung unverzichtbar. Denn dann kommt der eigene Versicherer für Schäden auf, die einem von Dritten zugefügt worden sind, aber von ihm nicht ersetzt werden können. Der eigene Versicherer leistet regelmäßig in dem Umfang, als wäre man selbst der Schädiger. Man sollte auch darauf achten, dass der Versicherer auch dann zahlt, wenn der Schädiger vorsätzlich gehnadelt hat.

Wichtiger Schutz für sich selbst

Ebenso unbedingt empfehlenswert ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet eine monatliche Rente, wenn man beispielsweise aufgrund einer verletzten Hand seinen Beruf z. B. als Tischler nicht mehr ausüben kann. Auch kann eine Unfallversicherung wichtig werden. Sie zahlt, wenn man sich zum Beispiel durch einen Böller an der Hand schwer verletzt und dies zu einer bleibenden Invalidität führt.