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Versicherungen verstehen

Versorgungslücke im Pflegefall - Was bei der Ermittlung beachtet werden sollte

Versorgungslücke im Pflegefall - Was bei der Ermittlung beachtet werden sollte

 30.01.2018  Versicherungen verstehen  0 Kommentare  Bianca Boss

Hätten Sie es gewusst? Ein Pflegeplatz bei vollstationärer Pflege in Pflegegrad 5 kann monatlich 3.500 Euro oder mehr kosten. Die soziale Pflegeversicherung (SPV) und die private Pflegeversicherung (PPV) decken nur einen Teil der anfallenden Kosten im Pflegefall ab – in dem genannten Fall 2.005 Euro.
Muss also eine Pflegezusatzversicherung her?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Einkünfte und verwertbares Eigentum (z. B. gesetzliche und/oder private Renten sowie sonstige Einnahmen und Vermögen) sollen davor geschützt werden, für die anfallenden Pflegekosten herangezogen zu werden?
  • Es gibt Angehörige, die vor Unterhaltsverpflichtungen geschützt werden sollen
  • Die Inanspruchnahme von staatlichen Grundsicherungsleistungen soll vermieden werden?

Versorgungslücke: NEIN

Wunderbar!

Versorgungslücke: JA

In jedem Fall sollte zunächst im Rahmen der individuellen Möglichkeiten Geld angespart werden – gleichgültig, ob es um Alterssicherung, Zahnersatz, Pflegebedürftigkeit oder andere Kostenrisiken geht, die im Laufe des Lebens entstehen.

Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, für jeden Fall der Fälle selbst anzusparen. Für diese Personen kann eine Pflegezusatzversicherung eine sinnvolle Absicherung sein. Zuvor sollte aber geklärt sein, ob sich derjenige die Prämie für einen ausreichenden Versicherungsschutz dauerhaft leisten kann und ob alle sehr wichtigen und wichtigen Versicherungen bereits bestehen.

Wichtige Versicherungen haben Vorrang

In jedem Fall ist eine Privathaftpflichtversicherung unverzichtbar. Während des aktiven Erwerbslebens ist eine Arbeitskraftabsicherung (vor allem die Berufsunfähigkeitsversicherung) sehr wichtig. Wer Wohneigentum hat, benötigt eine Wohngebäudeversicherung. Wer für den Todesfall seine Hinterbliebenen abgesichert wissen möchte, braucht eine Risikolebensversicherung - in Abhängigkeit der privaten und beruflichen Situation natürlich.

Außerdem sollten weitere Fragen geklärt werden:

  • Ist die Leistung der Pflegezusatzversicherung ausreichend, um die Inanspruchnahme von Sozialleistungen zu vermeiden und die Angehörigen vor möglichen Unterhaltszahlungen zu schützen?
  • Ist sichergestellt, dass die Versicherungsbeiträge dauerhaft gezahlt werden können?

Eine Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist für jeden Verbraucher zwingend. Dazu ist eine individuelle Bedarfsermittlung unerlässlich und eine unabhängige Beratung empfehlenswert.


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