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Versicherungen verstehen

E-Bikes vor Profi-Knackern schützen

E-Bikes vor Profi-Knackern schützen

 19.04.2021  Versicherungen verstehen  0 Kommentare  Sarah Sperling

Wer in Corona-Zeiten kein Home-Office machen kann, hat es momentan nicht leicht: Während der überfüllte Bus á la Sardinenbüchse eher abschreckend wirkt, verwandelt der rostige Drahtesel den Arbeitsweg in eine nie enden wollende morgendliche Qual. Ein guter Grund, sich einen infektionsfreien Turbo-Untersatz zuzulegen – das denken sich offenbar viele Bundesbürger*innen, bei denen E-Bikes laut Zweirad-Industrie-Verband besonders hoch im Kurs stehen. So lag der Absatz von Fahrrädern und E-Bikes im Jahr 2020 mit 5,04 Millionen Stück rund 17 Prozent höher als im Jahr zuvor. Der anteilige E-Bikes-Absatz am Gesamtabsatz betrug 38,7 Prozent (absolut: 1,95 Millionen Stück).

Doch wie sichern Fahrradbegeisterte ihre Elektro-Drahtesel am besten ab?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. So kann man sein E-Bike oder Pedelec einerseits über eine Fahrraddiebstahlversicherung in die Hausratversicherung integrieren. Voraussetzung ist, dass die Bikes eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h erreichen. Auch die Motorleistung ist auf 250 Watt beschränkt und darf nur bei Tretunterstützung laufen. Eine Ausnahme ist hier, die Anfahr- und Schiebehilfe bis 6 km/h.

Ebenfalls möglich ist der Abschluss einer separaten speziellen Fahrradversicherung. Dieser kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn man in einer Großstadt lebt, in der ungewöhnlich viele Langfinger ihr Unwesen treiben. Denn während die Prämie für eine Hausrat-Police bei einem erhöhten Diebstahlrisiko im Wohnort bei einigen Versicherern stark ansteigt, kann man mit einer separaten Fahrradversicherung teilweise günstiger davonkommen. Oftmals bieten die Versicherer hier auch weitere Leistungen wie Reparatur-Schutz oder eine Pannenhilfe.

Nun könnte man meinen: ‚Super, wenn mein Elektro-Rad gestohlen wird, zahlt mir die Hausratversicherung oder Fahrradversicherung den Neuwert zurück‘.

Wichtig zu wissen

Doch ganz so simpel ist es leider nicht. Entscheidend ist nämlich, wie und woran das E-Bike oder Pedelec zum Zeitpunkt des Diebstahls angeschlossen war. Als Befestigungshilfe kommen ausschließlich unbewegliche – oder wie die Versicherer es nennen: „ortsfeste“ - Gegenstände wie Laternen oder Fahrradbügel in Frage. Zusätzlich sind in den Vertragsbedingungen oftmals Vorgaben zu Schlossformen sowie Angaben zu Sicherheitslevels enthalten.

Es ist daher ein absolutes MUSS, die Vertragsklauseln auf entsprechende Bedingungen zu durchforsten. Einige Versicherer führen auch einsehbare Listen über Anbieter, deren Schlösser sie zulassen, und geben ganz klar an, welche Schlossarten sie rigoros ausschließen.

Was bei der Absicherung des fahrrads in der Hausratversicherung zu beachten ist, erläutert das BdV-Infoblatt "Hausratversicherung"

 


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