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Versicherungen verstehen

Ich wünsch mir 'ne kleine Miezekatze...

Ich wünsch mir 'ne kleine Miezekatze...

 08.08.2019  Versicherungen verstehen  0 Kommentare  Claudia Frenz

Heute ist Weltkatzentag. Katzen zählen zu den beliebtesten Haustieren. Die Katze ist das Lieblingstier der Deutschen. Nach dem Industrieverband Heimtierbedarf IVH leben 13,7 Millionen Samtpfoten in 22 Prozent der Haushalte. Viele Haustierbesitzer*innen sorgen hingebungsvoll für das Familienmitglied mit den vier Pfoten. Wie sieht es da eigentlich mit dem Versicherungsschutz aus? Muss man seinen Stubentiger (speziell) versichern?

Als Halter*in eines Tieres muss man für Schäden, die das Tier anrichtet, aufkommen, und zwar verschuldensunabhängig. Das kann sehr teuer werden. Wer als Katzenbesitzer*in eine private Haftpflichtversicherung hat, kann aber meist beruhigt sein, denn diese kommt in der Regel auch für Schäden von Katzen und anderen zahmen Kleintieren auf. Hundebesitzer*innen hingegen benötigen eine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung.

Von A- wie Auslandsschutz bis Z- wie Zahnzusatzversicherung


Wer das finanzielle Risiko hoher Tierarztkosten bei seiner Katze mindern will, denkt vielleicht über eine Tierkrankenversicherung nach. Allerdings sind die Angebote in der Regel teuer und kompliziert – unterschiedliche Leistungen und Bedingungswerke sowie finanzielle Leistungsobergrenzen erschweren zudem den Vergleich; von einem Schutzbrief, der z. B. Service- und Assistanceleistungen wie die Unterbringung in einer Tierpension, die Organisation von Tierfutter und Medikamenten oder die Organisation von Fahrdiensten zum Tierarzt oder der Tierärztin abdeckt, über alternative Heilbehandlungen und Auslandsschutz bis hin zu Zahnzusatzschutz und Zahnersatz - das Leistungsangebot für Tiere ist fast so groß und vielfältig wie für Herrchen und Frauchen selbst.

Katzenbesitzer*innen sollten daher das Prämien-Leistungsverhältnis von Angeboten genau prüfen, wobei allenfalls eine Tierkrankenversicherung im Einzelfall sinnvoll sein kann.

Krankenvoll- oder OP-Kostenversicherung?

Während eine Operationskostenversicherung operative Eingriffe nach einem Unfall oder einer Krankheit der Katze versichert sowie meist auch die Kosten für Diagnose und Nachsorge und mitunter die Kosten für stationäre Unterbringung, bietet die Krankenvollversicherung umfangreicheren Versicherungsschutz. Neben der Übernahme von Operationskosten sind auch tierärztliche ambulante und stationäre Heilbehandlungen enthalten sowie häufig eingeschränkt Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen bis zu einem festgelegten niedrigen Betrag.

Gut zu wissen: Beide Versicherungsvarianten sehen allerdings meistens Jahreshöchstgrenzen vor. Nur sehr wenige Anbieter leisten unbegrenzt. Zudem ist oft auch noch eine Selbstbeteiligung vorgesehen, die zumeist 20 Prozent beträgt. Auch kann der Versicherer in der Regel den Vertrag nach einem Versicherungsfall kündigen!

Der Neuabschluss ist für gesunde Katzen (genau wie für Hunde) bis zu einem bestimmten Alter möglich. Das Höchsteintrittsalter liegt je nach Anbieter zwischen drei und neun Jahren. Bei älteren Tieren ist eine individuelle Anfrage nötig. Schwieriger wird ein Abschluss, wenn das Tier krank ist und Vorerkrankungen hat. Dies ist - wenn überhaupt noch – meist nur gegen eine höhere Prämie oder ggf. einen Ausschluss von Krankheiten möglich. Aber auch mit einer Ablehnung des Antrages muss man rechnen.

Hinweis: Die Krankenversicherung für Katzen (auch Hunde) zählt allenfalls zu den weniger wichtigen Versicherungen. Erst wenn Sie für sich und Ihre Familie alles zur Absicherung von Leib und Leben sowie Hab und Gut getan haben, könnten Sie über den Abschluss einer solchen Versicherung nachdenken. Aber selbst dann kann eine Tierkrankenversicherung höchstens nur im Einzelfall sinnvoll sein.

Mehr zum Versicherungsschutz im Infoblatt „Krankenversicherungen für Tiere"

Und für alle Katzen- (und Hunde)liebhaber gibt’s hier das Ständchen von Loriot.

Und hier was zum Entspannen.

So, jetzt aber erstmal Kätzchen knuddeln und mit einer Extraportion Leckerlies ehren!

 


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